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- Liebes Herrchen, liebes Frauchen
- Warum
- Die Geschichte von Lea

Liebes Herrchen, liebes Frauchen,

am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!
Wir fuhren mit dem Wagen, und du hast am Strassenrand angehalten, die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte.
Aber als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen um dich zu finden, aber vergebens.
Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen.
Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein, du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte.
Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod. Meine Stunde war gekommen.

Geliebtes Herrchen, geliebtes Frauchen, ich will, dass du weisst, dass ich mich trotz des Leidens, dass du mir angetan hast, noch stets an dein Bild erinnere.
Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn ich hatte dich lieb!

Verfasser unbekannt

Warum ?

Du hast in meine Augen gesehen, da war es schon um mich geschehen,
Du hast mich mit nach Hause genommen, ich bin ganz neugierig mitgekommen.
Du hast mich stolz spazieren geführt, die Bewunderung der Passanten gespürt.
Du hast mit mir getobt und gespielt und dich eine Weile glücklich gefühlt.

Dann hab ich auf den Teppich gemacht, da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
Dann musstest du fort, ich weiß nicht wohin, ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.
Dann wurde ich grösser, dir fehlte die Zeit, ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit.
Dann hab ich vor Frust die Möbel zerkaut, das war dir zuviel und du wurdest laut.

Du hast von Erziehung und Härte gesprochen und ich habe deinen Zorn gerochen.
Du hast mich verbannt aus deinem Haus, aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus.
Du hast mir Futter und Wasser gegeben und gedacht, das sei genug für mein Leben.
Du hast ein neues Spielzeug gefunden – hattest die Nase voll von uns Hunden.

Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh, ich dachte mein Herz wird nie wieder froh.
Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht, mir nur noch meinen Fressnapf gebracht.
Dann hab´ ich gewusst, bald ist es vorbei, denn niemand hört meinen stummen Schrei.
Dann ging ich hinüber, weit von dir fort, an einen neuen, besseren Ort.

Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück. Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
Ich frage dich, warum liebtest du mich nicht? War ich nur ein Spielzeug für dich?

Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen, du hast mir mein ganzes Leben genommen!!!

Verfasser unbekannt

Dies ist die Geschichte von Lea, einem Hund aus einem Tiergeschäft in den USA
Sie können den Ort aber beliebig ändern in Hundehändler, Tiermarkt, Massenzüchter etc. überall auf dieser Welt!

Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von Ihnen waren plötzlich verstorben.

Als sie mich meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestossen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama. es ging ihr so schlecht.Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven ginge.So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten, wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem Tierladen, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drückten uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal packt und jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen oh, sind die süss, ich will eines, aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinsen, als meine Schwester weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut. Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süsses und braves Mädchen. Ich heisse jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie auch abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auch mich auf, geben mir herrliches Ftutter und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts schöneres als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild uns stark, aber mir tut jede Bewegung weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Ausserdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hiess es genetisch und man kann nichts machen. Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und jeh. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach, wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht einmal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchens ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich - Gott sei dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: Ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie auf Wiedersehen auf die einzig mir mögliche Weise: Mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es sollte nicht sein. Statt desen habe ich Euch so viel Kummer gemacht, Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware!

Verfasser unbekannt!

Denken Sie bitte daran: Wenn Sie ein Tier aus Mitleid kaufen - stehen 100 andere auf Abruf zum Verkauf bereit!